Die
Verwaltungsfachhochschule Gießen(Auszüge aus dem Studienwegweiser der VFH Wiesbaden vom Mai '98)
Am Studienort Gießen befinden sich die Fachbereiche Polizei
und Verwaltung im Gebäude Talstraße 3 (siehe Foto).
Auf die Frage, was denn die besonderen Vorzüge des Studienortes Gießen
seien, bekommt man von derart Angesprochenen, seien es nun Studierende,
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung oder Fachhochschullehrerinnen
und Fachhochschullehrer, in schöner Eintracht und Regelmäßigkeit
zu hören: Eine äußerst angenehme freundliche und persönliche
Art des Umgangs miteinander, die man in den Hörsälen , in den
Fluren und Gängen, in den Sekretariaten und in der Bibliothek verspüren
könne. Dieses Klima wird begünstigt zum einen durch die relative Überschaubarkeit.
Auch gab und gibt es immer wieder einige Kuriositäten über die VFH Gießen zu
berichten, neugierig ?
Am Fachbereich Verwaltung absolvieren in der Regel insgesamt so um
die 120 Beamtinnen und Beamte in der allg. Verwaltung und am Fachbereich Polizei
so um die 220 Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte das Studium, zwei
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fachbereich Polizei und vier
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, letztere teilzeitbeschäftigt, im
Fachbereich Verwaltung sorgen - über Fachbereichsgrenzen hinweg - für
den organisatorischen und verwaltungstechnisch reibungslosen Verlauf des
Studiums;
am Fachbereich Polizei sind 13 hauptamtliche
Fachhochschullehrerinnen und Fachhochschullehrer tätig, am Fachbereich
Verwaltung sind es 7, wobei teilweise ein fachbereichsübergreifender
Einsatz in der Lehre erfolgt.
Die
Cafeteria
Aufgrund
der steigenden Studierendenzahlen im Fachbereich Polizei, wurde 1997 eine Cafeteria
eingerichtet. Sie wird ab dem Wintersemester 2007 von der Fa. Faber
bewirtschaftet und bietet ein preiswertes, gut sortiertes und schmackhaftes Angebot,
geöffnet ist sie Mo - Fr., in der Zeit von 07.00 bis 14.00 Uhr.
Zweiter Grund für diese angenehme Atmosphäre
dürften aber auch die durch Universität und ihre Institutionen
vermittelten Einstellungen und Haltungen sein, die nicht zuletzt von
Lehrbeauftragten aus dem universitären Bereich, insbesondere in den
sozialwissenschaftlichen Disziplinen sowie im Staats- und Verfassungsrecht, in
die Verwaltungsfachhochschule getragen werden. Tragen diese mit dafür
Sorge, dass Toleranz, Kritikfähigkeit und der Blick sowie die
Sensibilität für gesellschaftliche Entwicklungen sich entfalten können,
so sind es auf der anderen Seite eine Vielzahl von Lehrbeauftragten,
insbesondere aus dem juristischen sowie polizei- und kriminalwissenschaftlichen
Bereich mit Arbeitsplätzen in den Kommunen, in den kreisfreien Städten,
bei den Landräten, dem Regierungspräsidium, den Gerichten der Straf-
und Verwaltungsgerichtsbarkeit, den Staatsanwaltschaften, in den
Rechtsanwaltskanzleien, den Polizeidirektionen und dem Polizeipräsidium,
die eine enge Praxisanbindung und Praxisausrichtung des Studiums gewährleisten
und gleichzeitig den Studierenden Gelegenheiten schaffen, Kontakte für den
späteren Berufsalltag zu knüpfen.
Die Bibliothek
Eine wohlbestellte Bibliothek
mit insgesamt ca. 4700 Einzeltiteln sowie 42 laufenden Fachzeitschriften, zwei
moderne EDV-Lehrsäle, Räumlichkeiten zum Üben polizeitypischer
Szenerien, mehreren Gruppenarbeitsräume, eine Lehrmittelsammlung sowie
moderne Präsentationsanlagen und die geographische Nähe zu den
Einrichtungen der Justus-Liebig-Universität (Universitätsbibliotheken,
Institut für Gerichtsmedizin, Institut für Kriminologie,
Hochschulrechenzentrum) schaffen die sachlichen Voraussetzungen für ein
erfolgreiches Studium.
Auch dem Fachbereich Polizei blieben einige
Provisorien nicht erspart. Erst mit der Entscheidung der zweigeteilten Laufbahn
und der Fachhochschulausbildung als Regelausbildung kam Gießen als
mittelhessisches Zentrum, als Universitätsstadt und in mittelbarer Nähe
zur II. Hessischen Bereitschaftspolizeiabteilung in Lich gelegen, als Standort für
einen Studienort des Bachbereiches Polizei ins Gespräch.
Im
September 1994 hat die Außenstelle - so die offizielle Bezeichnung -
Gießen des Fachbereiches Polizei der Verwaltungsfachhochschule in
Wiesbaden dann ihren Studienbetrieb mit vier Studiengruppen aufgenommen. Da die
vorgesehenen Räumlichkeiten noch nicht zur Verfügung standen, mussten anfangs Räume der Justus-Liebig-Universität Gießen und später
die Bundeswehrfachschule benutzt werden, um dann ab Februar 1995 fest in der
Talstraße 3 arbeiten zu können. Die offizielle Eröffnungsfeier fand am 29. März
1995 statt.
Fester Bestandteil des Selbstverständnisses in Gießen
war und ist auch immer gewesen, nicht nur vorhandenen wissenschaftliche Erkenntnisse
für die Lehre fruchtbar zu machen, sonder auch eigene, wissenschaftlich
fundierte und für die Berufspraxis nutzbare Lösungsansätze zu
entwickeln, um damit auch Begrenzungen einer internen Fachhochschule
aufzuweichen, d. h. durchaus auch einmal den Blick in benachbarte Bereiche.
Neben der Ausbildung intellektueller Fertigkeiten darf natürlich,
dies gilt insbesondere für den Fachbereich Polizei, der motorische
Bereich nicht vernachlässigt werden. Verschiedene öffentliche
Sportanlagen für die Ausübung klassischer Disziplinen sowie die
Nutzung anliegender privater Einrichtungen (Squash-Center, Sport-Studio) sorgen
hier für Abwechslung.
Gesellige Aktivitäten
Abgerundet
wird letztlich der Blick auf den Studienort Gießen durch eine Auflistung
geselliger Aktivitäten: regelmäßige
Volleyball-Turniere, das Sommerfest mit
Life-Musik sowie das inzwischen schon zur Tradition gewordene Motorrad-Treffen,
gemeinsam veranstaltet mit dem Polizeipräsidium Gießen und der II.
Hessischen Bereitschaftspolizeiabteilung, zeigen, dass im Studienort Gießen
auch dieser Aspekt nicht zu kurz kommt.
Wechsel in der Leitung der
Verwaltungsfachhochschule Gießen - Fachbereich Polizei
Kurz vor Ablauf des Jahres 1995 erhielt der bisherige Leiter des
Studienortes Gießen des Fachbereichs Polizei der Verwaltungsfachhochschule
in Wiesbaden, Prof. Dr. Hans Schneider,
im Hessischen Ministerium des Innern und für Landwirtschaft, Forsten und
Naturschutz von Staatssekretär Heinz Fromm das Bestellungsschreiben zum
Fachbereichsleiter mit Dienstort in Wiesbaden.
Schneider, der die Gießener Außenstelle seit Sommer 1994
aufgebaut hatte und vorher Mitarbeiter des Gießener Kriminologen Prof. Dr.
Arthur Kreuzer war, führt damit die laufenden Geschäfte eines
Fachbereichs, an dem in fünf Studienorten (Frankfurt, Gießen, Kassel,
Mühlheim und Wiesbaden) über 1500 Studierende ihre Ausbildung für
den gehobenen Polizeivollzugsdienst im Rahmen eines Fachhochschulstudiums
absolvieren.
Schneiders Nachfolger im Amt des Studienortleiters in Gießen
ist Kriminaldirektor
Rainer Struth.Er gehört seit 1964 der
hessischen Polizei an und war von 1981 bis 1993 stellvertretender Leiter der
Kriminalabteilung im Polizeipräsidium Gießen. 1993 wechselte Struth
als Fachhochschullehrer für Kriminalistik und Kriminologie an die
Verwaltungsfachhochschule. Die neue Funktion des Studienortleiters übt er
neben seiner Lehrtätigkeit aus.
Dank vielfältiger Unterstützung beim Aufbau und der laufenden
Arbeit des Studienortes Gießen mittlerweile fest etabliert. Wegen ihrer
Lage in Mittelhessen erhält sie von studierwilligen Polizeibeamten aus dem
Einzugsgebiet Marburg, Lauterbach, Limburg, Lahn/Dill und Friedberg sogar so
regen Zuspruch, daß zu Semesterbeginn im September 1995 einige
Studierende ihr Studium wegen fehlender Studienplätze nicht in Gießen
aufnehmen konnten, sondern auf einen der vier übrigen Studienorte
ausweichen mussten. Erst mit der Übernahme weiterer Räumlichkeiten
im Jahr 1997 wird man allen Interessenten den gewünschten Studienort Gießen
erfüllen können.
Anzumerken ist, dass sich seit August '97 Prof. Schneider jedoch wieder
als Dozent an der Verwaltungsfachhochschule Gießen befindet.
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Mit Beginn des Sommersemesters 1999, also mit Wirkung 15. Februar '99, wechselte turnusgemäß wieder die Studienortleitung der VFH in Gießen. Auf dem Bild rechts überreicht der neue Studienortleiter KOR Jürgen Glaum ein kleines Präsent an seinen Vorgänger KD Rainer Struth, der weiterhin als Dozent an der VFH Gießen verbleibt.. |
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Mit Beginn des Wintersemesters 2001, am 3. September, wechselte die
Studienortleitung an der Verwaltungsfachhochschule in Gießen. Jürgen Glaum, der den Studienort seit 15. Febr. 1999 führte, gab die Leitung des Fachbereiches Polizei turnusgemäß weiter an Prof. Dr. Hans Schneider, der dem Studienort Gießen bereits schon einmal zu Beginn vorstand. |
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Mit Ende des Sommersemesters und der Diplomierungsfeier am 11. Juli 2003 endet
die zweijährige Amtszeit Prof. Dr. Hans Schneider als Abteilungsleiter.
Nachfolger im Amt ist Prof. Dr. Michael Bäuerle (Foto rechts); sein
Vertreter ist Kriminaloberrat Bernd Paul.
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Mit Wirkung vom 12. Juli 2004 hat Kriminaloberrat Bernd Paul (Foto
rechts), schwerpunktmäßig tätig als Dozent für die Fächer Kriminalistik und
Kriminologie sowie in der Ausbildung der Ratsanwärter (erstes Studienjahr Höherer
Dienst), die Abteilungsleitung übernommen. Sein Vertreter ist Herr Dipl.-Psychologe Clemens Lorei, schwerpunktmäßig als Dozent in den Bereichen Psychologie und einsatzbezogenes Verhaltenstraining und in der Ausbildung der Ratsanwärter eingesetzt |
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| Im Zuge der Diplomierungsfeier am 26. Jan. 2007 gab Herr Landespolizeipräsident NEDELA bekannt, dass Herr Bernd PAUL mit Ende des Wintersemesters 2006 / 2007 in das Landespolizeipräsidium nach Wiesbaden versetzt wird; sein Nachfolger als Abteilungsleiter wird Herr Prof. Dr. Bäuerle, dessen Vertreter ist Herr Polizeirat Gerhard WITTIG (Fotos rechts). |
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© E. Dersch, VFH Gießen